Etwas außerhalb des üblichen Rythmus haben wir heute mal wieder eine besondere Folge für euch. Wir haben die fantastische Dr. Anna-Barbara Heindl zu Gast, die uns in die wunderbare Welt der Geographie einführt und uns das Konzept Raum erklärt und warum es sich lohnt, dieses sozialwissenschaftlich zu untersuchen.
Aus dem akademischen Nähkästchen plaudern wir mit Barbara auch. Dabei geht es vor allem darum, wie sie von der Promotion in Geographie zu ihrem Job an der Graduiertenakademie der Leibniz Universität Hannover gekommen ist und was das alles mit ihrem Podcast Methoden:Koffer zu tun hat.
Diese Woche berichtet Eva von zwei Beiträgen aus der gerade erschienenen Sonderausgabe „Papers & Proceedings“ des American Economic Review. Das Heft gibt Einblick in eine der größten ökonomischen Konferenzen und bildet dabei sehr schön die Bandbreite ökonomischer Forschung ab und dementsprechend bunt sind auch die Themen in dieser Woche.
Erst geht es ausführlicher um den Zusammenhang zwischen US-amerikanischen Straßen, die nach konföderierten Generälen benannt wurden, und Unterschieden in den Arbeitsmarktergebnissen von schwarzen und weißen US-Bürger*innen.
Im Anschluss reden wir noch kurz und relativ oberflächlich über einen Beitrag zur Anreizproblematik in schneller Impfstoffproduktion und was Staaten tun können, um im Ernstfall schnell an Impfstoffe zu kommen.
Hier der Link zum Heft: https://www.aeaweb.org/issues/635
In Folge 17 geht es in einer weiteren Auflage der Rubrik „Was ich dich schon immer mal fragen wollte“ um die Frage, wie man eigentlich mit Alltagssexismus (nicht) souverän umgeht. In dem Papier der Woche geht es wieder einmal um Geschlechterunterschiede in Präferenzen. In der ökonomischen Forschung gibt es eine Reihe von Präferenzen, für die ein systematischer Zusammenhang mit ökonomisch relevanten Entscheidungen gezeigt wurde. Ein Beispiel dafür sind etwa Risikopräferenzen, die messen, wie sehr ein Mensch bereit ist, Unsicherheit in Kauf zu nehmen. Für viele dieser ökonomisch relevanten Präferenzen hat sich gezeigt, dass Männer und Frauen sich im Durchschnitt unterscheiden. Das Papier, das wir heute besprechen, geht nun der spannenden Frage nach, ob und in welcher Weise solche Unterschiede mit ökonomischer Entwicklung und institutionalisierter Geschlechtergleichheit in einer Gesellschaft zusammenhängen.
In Folge 16 lassen wir in einer spätösterlichen Aktion die Rubrik „Was ich dich schon immer mal fragen wollte“ auferstehen.
Anschließend sprechen wir über das Papier der Woche, welches sich mit der Frage beschäftigt, ob es Unterschiede in den Einstellungen Geflüchteter Menschen in Deutschland zu Fragen des Säkularismus, der liberalen Demokratie und Geschlechtergleichstellung im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung gibt.
In Folge 15 widmen wir uns einem Papier, dass neue Erkenntnisse liefert über ein in den Sozialwissenschaften schon länger bekanntes Phänomen: Eltern von Töchtern haben ein höheres Scheidungsrisiko als Eltern von Söhnen. Ausgehend von dem Papier besprechen wir mögliche Mechanismen und schauen an, welche den Autoren, ausgehend von ihren empirischen Analysen, am plausibelsten erscheinen. Es zeigt sich, dass innerfamiliäre Konflikte über Geschlechternormen eine bedeutsame Rolle spielen. (Achtung, im Podcast hat sich ein Fehler eingeschlichen, das Papier ist nicht im Journal of Human Resources, sondern im Economic Journal erschienen.)
Im akademischen Nähkästchen geht es in dieser Woche um Interdisziplinarität in Forschung und Lehre.
Der neue Podcast der Hamburg Research Academy (HRA) zum wichtigen Thema Wissenschaftskommunikation heißt „Spread the Word“ und ist ab April überall dort zu hören, wo es Podcasts gibt.